In unserer NETZ:POV-Reihe schildern wir unsere ungefilterte Perspektive zu aktuellen Themen.
In der aktuellen Ausgabe beantworten wir die Frage, ob es den Social Media Downfall tatsächlich gibt.
Social Media hat für mich 2009 mit FarmVille angefangen. Solltet ihr dem Hype entkommen sein: Das ist ein virtuelles Bauernhofspiel, in dem ich semi-erfolgreich war.
Ich erinnere mich gerne an die Zeit. Die Freundinnen meiner Mutter (oder auch die Mütter meiner Freundinnen) und ich waren selten so häufig im Kontakt wie zu dieser Zeit. Die Anzahl von Facebook-Freunden war entscheidend für den Erfolg meiner Ernte. Um 8 Uhr morgens in den Ferien, hat man sich bei der Hafer- und Mais-Saat unterstützen müssen.
Wenn ich sowohl mein eigenes Nutzverhalten als auch die Inhalte auf Social Media von 2009 mit heute vergleiche, würde ich die Einstiegsfrage auf jeden Fall mit „unmittelbar“ beantworten. Eher haben wir den Downfall schon hinter uns. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal die Geduld hatte, drei Tage auf die Ernte von virtuellen Tomaten zu warten.
Laut Experten der Firma GWI (Global Web Index) hatte Social Media im Jahr 2022 seine beste Zeit. Seit dem schrauben nahezu alle Generationen, aber Gen Z vorne dran, wieder ihre Nutzung zurück.
Und warum?