In unserer Reihe NETZ:RADAR stellen wir euch die aktuell wichtigsten Meldungen der Online-Marketing-Welt in kurzen Häppchen vor.
Für Alle, die auch hierfür keine Zeit haben: Die Links zu den Artikeln machen sich wunderbar im Teamchat um 7:30 Uhr. Ihr wisst schon. Als kleines Signal.
Diese Woche im Marketing: Regulierungen, Plattformen & KI
Diese Woche stehen vor allem neue regulatorische Vorgaben und wichtige Plattform-Updates im Fokus. Mit dem EU AI Act und den verschärften Regeln gegen Greenwashing kommen auf Unternehmen und Marketingverantwortliche neue Transparenz- und Nachweispflichten zu. Gleichzeitig setzt die EU mit einer Rekordstrafe gegen Google ein deutliches Zeichen im Digital Markets Act, während Instagram mit neuen Funktionen für mehr Flexibilität bei der Content-Pflege sorgt.
Hier sind die wichtigsten Entwicklungen der Woche im Überblick:
EU verhängt Rekordstrafe gegen Google nach dem Digital Markets Act
Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act (DMA) mit insgesamt 890 Millionen Euro bestraft, die bislang höchste Strafe auf Grundlage des Gesetzes.
Google soll eigene Dienste in den Suchergebnissen bevorzugt und App-Entwickler:innen im Play Store benachteiligt haben. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück und prüft eine Berufung.
Die Entscheidung könnte zudem die Spannungen zwischen der EU und den USA verschärfen, da die US-Regierung europäische Digitalgesetze seit Längerem kritisiert und bereits mit handelspolitischen Gegenmaßnahmen gedroht hat.
Instagram: Musik in Posts jetzt nachträglich änderbar
Instagram führt eine neue Funktion ein, mit der Nutzer:innen die Musik bereits veröffentlichter Posts und Carousels nachträglich ändern oder erstmals hinzufügen können, ohne den Beitrag neu hochladen zu müssen.
Likes, Kommentare und Shares bleiben dabei erhalten, was insbesondere für Creator und Social Media Manager mehr Flexibilität bietet, um Inhalte an aktuelle Musiktrends oder Lizenzänderungen anzupassen.
Zudem testet Instagram eine Umbenennung der bisherigen „Hidden Requests“ in „Spam“, um den Bereich für unerwünschte Nachrichten verständlicher zu kennzeichnen.
EU AI Act: Kennzeichnungs-pflicht für KI-Inhalte ab August 2026
Ab August 2026 treten mit Artikel 50 des EU AI Acts verbindliche Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte in Kraft.
Unternehmen und Marketer, die KI für Werbemittel, Social-Media-Beiträge oder Webseiten einsetzen, gelten rechtlich als Betreiber:innen der KI-Systeme und sind verpflichtet, entsprechende Inhalte klar zu kennzeichnen.
Ziel der neuen Regelung ist es, Verbraucher:innen vor Täuschung und Desinformation zu schützen sowie mehr Transparenz beim Einsatz von KI zu schaffen.
EU-Regeln gegen Greenwashing ab September 2026
Ab dem 27. September 2026 gelten in Deutschland neue Vorgaben gegen Greenwashing, mit denen die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ umgesetzt wird.
Unternehmen dürfen dann keine vagen oder unbelegten Umwelt- und Klimaaussagen mehr in ihrer Werbung verwenden, andernfalls drohen empfindliche Bußgelder.
Marketingverantwortliche sollten deshalb ihre gesamte Werbekommunikation und alle Nachhaltigkeitsversprechen sorgfältig prüfen und mit belastbaren Nachweisen belegen.
Was sagt ihr zu den Entwicklungen? Welche News haben euch im Juli am meisten beschäftigt?
Liebse Grüße
von den Netzgefährten ✨
So! Alles was euch nun wichtig erschienen ist in den letzten Wochen und hier nicht aufgetaucht ist, habe ich eventuell schon in den kleinen netz:radar gepackt. Der erscheint wöchentlich in jeder Newsletter-Kategorie (außer dieser natürlich).
Falls trotzdem noch etwas fehlt, ich neue Fragen aufgemacht habe oder ihr uns einfach ohne Vorwand kontaktieren wollt, hier die herzliche Einladung.
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