In unserer Reihe NETZ:RADAR stellen wir euch die aktuell wichtigsten Meldungen der Online-Marketing-Welt in kurzen Häppchen vor.
Diese Woche zeigen mehrere aktuelle Entwicklungen, wie stark sich Social Media, E-Commerce und Suche durch KI, Automatisierung und neue Plattform-Features verändern. Während Unternehmen versuchen, ihre internationalen Marketingprozesse effizienter zu gestalten, verschiebt sich gleichzeitig die Art, wie Inhalte gefunden und Marken sichtbar werden, weg von klassischen Kanälen hin zu KI-gestützten Systemen und Social-Plattformen. Auch der Einsatz von Mitarbeitenden als Creator sowie neue Daten- und Werbestrukturen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Pinterest erleichtert internationales Shopping für Händler:innen
Pinterest erweitert seine Shopping-Funktionen mit neuen Länder- und Sprach-Feeds, damit Händler:innen Produktinformationen wie Preise, Währungen und Beschreibungen einfacher für verschiedene Märkte lokalisieren können.
Automatische Übersetzungen, Währungsumrechnungen und länderübergreifende Shopping-Kampagnen sollen den internationalen Verkauf vereinfachen und den Verwaltungsaufwand reduzieren.
Ergänzend bietet eine neue Marktübersicht im Shopping-Katalog zentrale Einblicke in die Performance verschiedener Länder, wie gut die neuen Funktionen in der Praxis funktionieren, hängt jedoch vor allem von der Qualität der automatischen Lokalisierung ab.
Studie: KI-Potenzial bleibt in vielen Unternehmen ungenutzt
Eine neue Studie zeigt, dass zwar 63 Prozent der deutschen Unternehmen KI einsetzen und 83 Prozent bereits von Produktivitätsgewinnen profitieren, die wirtschaftliche Transformation jedoch häufig ausbleibt.
Nur 15 Prozent nutzen KI so umfassend, dass daraus neue Produkte, Geschäftsmodelle oder optimierte Prozesse entstehen. Gründe dafür sind vor allem Fachkräftemangel, fehlende Investitionen und hohe regulatorische Anforderungen.
Besonders agentische KI gilt als nächste Entwicklungsstufe mit großem Potenzial für Wachstum und Innovation, doch viele Unternehmen sind darauf noch nicht vorbereitet und drohen, im internationalen Wettbewerb den Anschluss zu verlieren.
Starbucks setzt auf Mitarbeitende als Content Creator
Starbucks testet gemeinsam mit TikTok ein neues Creator-Network, das Mitarbeitende dabei unterstützt, authentische Inhalte rund um die Marke zu erstellen und ausgewählte Creator über Werbeeinnahmen zu vergüten.
Das Pilotprojekt baut auf dem bereits 2024 gestarteten Green Apron Creators-Programm auf und soll die Reichweite von Employee-Generated Content für Marketingkampagnen erhöhen.
Hintergrund ist der wachsende Einfluss solcher Inhalte: Laut einer Studie entdecken 61 Prozent der Gen Z neue Produkte über Beiträge von Mitarbeitenden. Ein Trend, den Starbucks gezielt für seine Markenkommunikation nutzen möchte.
Studie: Warum Marken in AI Search oft unsichtbar bleiben
Eine neue Studie zeigt, dass sich Sichtbarkeit in klassischer Google-Suche und in AI Overviews stark unterscheidet: Über 40 Prozent der Marken, die in organischen Suchergebnissen erscheinen, werden in KI-Übersichten zur gleichen Anfrage nicht erwähnt.
Gleichzeitig tauchen auch viele Marken in AI Overviews auf, ohne in der klassischen Suche sichtbar zu sein, was die Unterschiede zwischen beiden Systemen deutlich macht. Für Marketer bedeutet das, dass sie ihre Inhalte gezielt auf AI-Sichtbarkeit ausrichten müssen, da Faktoren wie Plattformen (z. B. YouTube oder Reddit) und die Art der Suchanfrage stark beeinflussen, ob eine Marke in KI-Ergebnissen erscheint.
Was sagt ihr zu den Entwicklungen? Welche News haben euch im Februar am meisten beschäftigt?
Wir wünschen erstmal einen guten Karneval-Start,
Sophie ✨

