In unserer NETZ:POV-Reihe schildern wir unsere ungefilterte Perspektive zu aktuellen Themen.
Thema dieses Artikels: Warum das eigene Marketing klare Regeln bei den Leistungsbeschreibungen braucht.
In einem unserer letzten Artikel ging es um das WER. Also darum, wie wichtig eine klar definierte Zielgruppe für erfolgreiches Marketing ist. Diese Woche schauen wir uns das WIE an.
Denn selbst wenn klar ist, wen man erreichen möchte, bleibt oft die wichtigste Frage offen: Wie sprechen wir diese Menschen eigentlich an? Genau hier kommen klare Leistungsbeschreibungen ins Spiel. Wir erleben im Alltag immer wieder, dass Marketingprojekte nicht an Ideen scheitern, sondern an unklaren Erwartungen.
Wie viele Inhalte werden geliefert? Welche Kanäle werden bespielt? Woran wird Erfolg gemessen?
Gerade im Marketing werden viele Dinge vorausgesetzt, aber selten konkret definiert. Dabei sorgen klare Leistungsbeschreibungen genau dafür: weniger Missverständnisse, bessere Abläufe und am Ende deutlich effizienteres Marketing.
Warum klare Absprachen im Marketing so entscheidend sind
Viele Unternehmen starten Marketingprojekte mit einer groben Vorstellung davon, was passieren soll.
Da heißt es oft:
„Wir machen Social Media“
„Wir brauchen Content“
„Wir wollen sichtbarer werden“
Das klingt im ersten Moment logisch, lässt aber unglaublich viel Interpretationsspielraum offen.Denn was bedeutet Social Media konkret? Wie viele Beiträge? Welche Formate? Wer liefert Inhalte?
Je unklarer diese Punkte definiert sind, desto größer wird das Risiko für Missverständnisse. Deshalb sind wir überzeugt: Gute Marketingarbeit beginnt bereits bei klaren Absprachen.
Der Projektumfang: Was passiert eigentlich konkret?
Einer der wichtigsten Punkte ist aus unserer Sicht immer der tatsächliche Leistungsumfang. Denn genau hier entstehen später die meisten Diskussionen.
Wenn lediglich von „Content-Erstellung“ gesprochen wird, kann das für jeden etwas anderes bedeuten. Für manche sind das zwei Instagram-Posts, für andere eine komplette Content-Produktion inklusive Video, Text und Strategie.
Deshalb sollte immer möglichst konkret festgehalten werden:
- Wie viele Inhalte produziert werden
- In welchem Zeitraum diese entstehen
- Welche Kanäle bespielt werden
- Welche Formate enthalten sind
Zum Beispiel:
- 4 Blogbeiträge pro Monat
- 2 Social-Media-Posts pro Woche
- Erstellung von Bild- und Videomaterial
- Monatlicher Newsletter
Das wirkt vielleicht auf den ersten Blick sehr detailliert, sorgt in der Praxis aber für enorme Klarheit.
Und genau diese Klarheit spart später Zeit, Nerven und oft auch unnötige Zusatzkosten.
Warum Marketing ohne Zielgruppe, Ziele und Reporting ins Leere läuft
Marketing scheitert selten an Ideen, sondern fast immer an fehlender Klarheit. Wer alle erreichen will, erreicht am Ende niemanden wirklich. Deshalb bleibt die Zielgruppe der entscheidende Ausgangspunkt: Erst wenn klar ist, wen man anspricht, lassen sich Tonalität, Kanäle und Inhalte sinnvoll schärfen.
Gleichzeitig braucht es Zahlen statt Bauchgefühl. Ziele müssen messbar sein, sonst bleiben sie Behauptungen. Ob Reichweite, Leads oder Conversion-Rate. Erst definierte Kennzahlen machen sichtbar, ob eine Maßnahme trägt oder nur beschäftigt.
Und schließlich das Reporting: oft unterschätzt, dabei zentral. Es ist weniger Kontrolle als Orientierung. Ein regelmäßiger Blick darauf, was wirkt und was nicht. So wird Marketing nicht zum Zufallsprodukt, sondern zu einem steuerbaren Prozess, der sich weiterentwickeln kann.
Erfolgreiches Marketing beginnt nicht mit mehr Ideen, sondern mit mehr Klarheit über Zielgruppe, Leistung und Erfolgsmessung. Nur wer das WER, WAS und WIE sauber definiert, schafft die Basis für wirklich wirksames Marketing.
Antworten auf alle W-Fragen bekommt ihr bei unserem In-House Marketing-Lehrer .
Jetzt ist aber erstmal Schule aus und wir entlassen euch in ein hoffentlich entspannendes Wochenende. Schön, dass ihr wieder mitgelesen habt.
Wir grüßen aus dem sonnigen Stuttgart!
Liebste Grüße,
Justine & Sophie

